SUSTAINABLE LIFE |

Was bedeutet die Kennzeichnung „BPA frei“?

Was bedeutet die Kennzeichnung „BPA frei“?

Was bedeutet die Kennzeichnung "BPA-frei"?

Alles was du wissen musst und wie du BPA umgehen kannst.

Heute sind viele nachhaltige Produkte wie zum Beispiel Trinkflaschen mit dem Label BPA-frei gekennzeichnet. Was genau sich hinter der Abkürzung verbirgt und wie du BPA vermeiden kannst, erklären wir dir in unserem sustainable life Blog.


Was ist BPA?

Bisphenol A, kurz gesagt BPA ist eine Chemikalie, die uns in vielen Kunststoffen in unserem Alltag begegnen und das sogar häufiger als du vermuten magst. Bisphenol A wird verwendet, um Plastik härter zu machen. Der Stoff wird genauer gesagt für die Produktion von Polycarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen verwendet und sorgt für eine längere Haltbarkeit. Die Chemikalie findet sich bereits seit den 1960ern in Kunststoffen und auch heute noch werden innerhalb Deutschlands jährlich ca. 410.000 Tonnen vermarktet. Da der Stoff sehr leicht und zugleich formstabil ist, ist er in vielen Branchen beliebt.

Wo ist überall BPA drin?

BPA findet sich in unglaublich vielen Dingen in unserem Alltag wieder. Bisphenol A ist vorwiegend in  der Innenbeschichtung von Konservendosen, in Parkscheinen, Kassenzetteln, Plastikgeschirr, Verpackungen von Fertigessen und in Trinkflaschen. Sogar in einigen Kunstoffversiegelungen für die Zähne steckt Bisphenol A. Die Wahrscheinlichkeit, mit BPA im Alltag in Berührung zu kommen ist also sehr hoch.

Auch in vielen Artikeln für Kleinkinder wie Babyschnullern und Fläschchen wurde der Stoff schon nachgewiesen.

Warum ist BPA bedenklich für die Gesundheit?

Nach den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft nehmen wir BPA über die Nahrung in unseren Körper auf. Beim Erhitzen zum Beispiel in der Mikrowelle oder wenn der Kunststoff nicht einwandfrei produziert wurde, kann es sich aus dem Produkt lösen. Wie viel von dem Stoff frei gesetzt wird hängt stark von der Verarbeitung ab und der Herstellung des verwendeten Konservenmaterials ab. Bedenklich daran ist, dass Bisphenol A sich bereits in geringen Mengen auf unser Hormonsystem auswirkt. Gelangt BPA in unseren Körper, kann es das Hormonsystem verändern, die embryonale Entwicklung des Kindes bei Schwangeren beeinträchtigen oder gar die Fortpflanzung erschweren. Bisphenol A wirkt dabei ähnlich wie das Sexualhormon Östrogen.

Innerhalb der Forschung gibt es aber sehr unterschiedliche Studienergebnisse zur Auswirkung auf den Hormonhaushalt und deshalb wird BPA weiterhin kontrovers diskutiert. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA vertritt den Standpunkt, dass Bisphenol A keine gesundheitlichen Risiken vorweist. Einzelne europäische Länder schließen Gesundheitsgefährdungen durch Bisphenol A jedoch nicht aus.

Wie kann man BPA vermeiden?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte versuchen BPA im Alltag zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden.

  • Steige auf BPA-freie, nachhaltige Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl um. Achte hierbei auf die Kennzeichnung BPA-frei.
  • Kaufe unverpackte Lebensmittel, wo auch immer dies möglich ist. Zur Aufbewahrung gibt es mittlerweile auch Boxen aus Weizenstroh.
  • Vermeide Konservendosen und vor allem erhitze kein Essen in Konservendosen.
  • Lasse dir an der Kasse keine Kassenbons mehr geben, wenn es nicht nötig ist.
  • Erhitze dein Essen nicht in Kunstoffbehältern
  • Frage beim Zahnarzt nach der Zusammensetzung der Kunststofffüllung

Quellen:
bund.net
utopia.de
umweltbundesamt.de


Hinterlasse gerne Deine Antwort

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung moderiert werden.

 

myconics verwendet Cookies, um Dein Surferlebnis zu verbessern. Weitere Informationen findest Du in der Datenschutzerklärung.