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myconics-Newsticker #3

myconics-Newsticker #3

Nachhaltige Stoffe wie recycelte Bio-Baumwolle, Bio-Leinen und Co. kennen mittlerweile viele. Aber habt ihr auch schon einmal etwas von Mode aus Holz, Unkraut oder Fischernetzen gehört? Klingt im ersten Moment vielleicht verrückt. Aber die nachhaltige Szene kennt keine Grenzen hinsichtlich der Entwicklung von ökologischen Stoffen. Immer mit dem Ziel, die Umwelt zu schonen und die Modebranche langfristig zu beeinflussen. Wir zeigen euch im heutigen Newsticker, wie man mit ein wenig Kreativität und Erfindergeist einzigartige Materialien herstellen kann – komplett ökologisch, nachhaltig und oft sogar aus Abfallprodukten.

 

1. Mode aus Holz

Mode aus Holz - das klingt ganz schön unbequem. Dabei sind die Kleidungsstücke des Gießener Modelabels „Breathing Planet“ alles andere als das! Das Label wurde von zwei Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen gegründet mit dem Ziel, nachhaltige Mode aus Eukalyptusholz herzustellen und zu vertreiben. Dabei wird nicht auf Style verzichtet, denn Nachhaltigkeit muss alltagstauglich gemacht werden. Aktuell befinden sich die Gründer noch in der Crownfunding-Phase. Bleibt zu hoffen, dass sie ihr Investitionsziel erreichen und wir bald alle von den stylischen und bequemen Kleidungsstücken aus Holz profitieren können.

Link zum Originalartikel und Link zu Breathing Planet

2. Mode aus Unkraut

Für so manchen Hobbygärtner ist Unkraut eine echte Qual. Andere kreative Köpfe entwickeln aus dem vermeintlichen Biomüll einen nachhaltigen Textilstoff. Und dieser kreative Kopf ist niemand geringerer als der britische Thronfolger Prinz Charles! Seine Idee war es, Brennnesseln aus seinem privaten Landsitz zu Mode zu verarbeiten. Gemeinsam mit dem Modelabel „Vin + Omi“ entwickelten sie einen Nesselstoff, der „sehr leicht und luftig“ ist. Zehn Stücke wurden bereits kreiert und sollen nun bei der London Fashion Week am 17. September vorgestellt werden. Bleibt abzuwarten, ab wann die außergewöhnlichen Kleidungsstücke im Laden erhältlich sein werden.

Link zum Originalartikel und Link zu Vin + Omi

3. Mode aus Fischernetzen

Vergleichbar mit unserer eigenen Geschichte ist die des deutschen Modelabels „WOODSTRK“. Auf ihrer gemeinsamen Reise durch die Welt hat das Gründerpärchen hautnah miterlebt, welche schwerwiegenden Folgen die Rücksichtlosigkeit menschlichen Handels für unsere Ozeane und unseren Planeten hat. So kam ihnen die Idee zu einzigartiger Bademode aus Fischernetzen. Der Hauptbestandteil ihrer Bikinis wird aus sogenannten Ghost Nets hergestellt. Das sind gebrauchte, in den Meeren treibende und beschädigte Fischernetze, aus denen ein spezielles Garn produziert wird. Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt ihrer Mode legt das Label besonders großen Wert auf Funktionalität, Tragekomfort und Style. Damit steht es den konventionellen Stücken aus Kunstfasern in nichts nach.


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