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Slow Fashion

Slow Fashion

Wofür Slow Fashion steht und wie du bewusster mit Mode umgehen kannst 

Wer kennt es nicht? Du stehst vor dem vollen Kleiderschrank und denkst dir: ich habe einfach nichts anzuziehen. Dabei sieht die Realität vor dir anders aus. Du bist nicht allein.

Fakten zu Slow Fashion

Durchschnittlich besitzt jeder Deutsche 95 Kleidungsstücke, ganze 19 Prozent davon werden nie getragen und über 80 Prozent landen irgendwann im Restmüll. Allein im Jahr 2015 entstanden 92 Millionen Tonnen Müll durch die Produktion und Entsorgung von Kleidungsartikeln.

 

Die Auswirkungen von Fast Fashion

Das ist kein Zufall, sondern von Modefirmen so gewollt. Das Phänomen heißt Fast Fashion und zielt darauf ab, dass du häufiger Kleider und Accessoires kaufst.

Heutzutage bringen Modefirmen immer häufiger neue Kollektionen heraus, wodurch der nicht nachhaltige Massenkonsum angekurbelt wird. Hohe Verkaufsvolumen zu niedrigen Preisen werden gefördert. Dabei sind die Auswirkungen der Fast Fashion katastrophal: Die Textilproduktion verursacht jährlich mehr Treibhausgas-Emissionen als alle internationalen Flüge und die Seeschifffahrt zusammen. Auch die Verwendung schädlicher Chemikalien sowie ein sehr hoher Wasserverbrauch bei der Produktion neuer Kleidungsstücke belasten die Umwelt. Zudem gelangt durch die Produktion und das Waschen von Kunstfaserkleidung Mikroplastik in Gewässer.
Aber nicht nur die Umwelt, sondern auch die 60 Millionen ArbeiterInnen leiden unter der billigen Massenproduktion, denn die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind mangelhaft. Viele Konsumenten sind sich deshalb sicher: Es muss sich was ändern.

 

Slow Fashion - die Antwort auf Fast Fashion

Die Bewegung Slow Fashion oder auch Ethical Fashion kämpft gegen die Massenproduktion und Ausbeutung an. Das Konzept steht für ein bewusstes und verantwortungsvolles Konsumverhalten. Slow Fashion steht für Respekt und Verantwortung gegenüber Menschen und Umwelt. Und das Beste ist: Jeder kann mitmachen und achtsamer mit dem Thema Shopping umgehen.
Anstatt häufig günstige Teile zu kaufen, die keine hohe Qualität haben, setzen Slow Fashion BefürworterInnen auf seltener kaufen und in hoher Qualität kaufen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Maßnahmen, wie du nachhaltiger im Bereich Mode sein kannst.

 

Wie kann Ich beim Slow Fashion Movement mitmachen?

  • Schmeiße alte Kleidung niemals weg, sondern verkaufe Sie auf Flohmärkten und Online Marktplätzen wie Kleiderkreisel oder momox-fashion.de
  • Repariere kaputte Teile oder lass zum Beispiel deine Hose umnähen, wenn sie dir nicht mehr passt. Häufig ist Reparieren auch günstiger als neu kaufen.
  • Kaufe Second Hand. Was fürs Verkaufen gilt, zählt natürlich auch fürs Kaufen. Kaufe in lokalen Second Hand Läden, auf Online Marktplätzen und Flohmärkten.
  • Versuch doch mal, Kleidung zu tauschen. Tauschen kannst du mit Freunden oder auf Kleidertauschpartys in deiner Stadt.
  • Wasche deine Kleidung seltener. Warte bis du eine gesamte Maschine voll dreckiger Teile zusammen hast. So bleiben die Shirts und Hosen länger erhalten und du sparst gleichzeitig noch Energie und Wasser.
  • Für besondere Events oder wenn du einfach mal Abwechslung in die Garderobe bringen möchtest kannst du Kleidung einfach mieten.
  • Investiere in Schlichtes Design. Gedeckte Farben und schlichte Schnitte kommen nicht so schnell aus der Mode wie Trendteile.  
  • Achte beim Kauf auf die Produktqualität und ob ein Produkt für den langlebigen Gebrauch produziert wurde. Beim Online Shopping kannst du dazu einen Blick in die Produktbewertungen von anderen Kunden werfen.
  • Achte beim Kauf auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle, recyceltes Plastik oder vegane Lederalternativen.
  • Kaufe von GOTS zertifizierten Marken. Das GOTS-Siegel steht für strikte ökologische Kriterien entlang der gesamten Produktionskette und garantiert verringerten Einsatz von schädlichen Chemikalien.
  • Informiere dich, ob die Marke offen ihre Wertschöpfungskette kommuniziert und ob die Marke ihre Produktionsmitarbeiter fair entlohnt.

 

Ganz konkret kannst du dich auch an dieser Pyramide orientieren. Je weiter unten die Maßnahme, desto nachhaltiger. „Nutzen, was du hast“ sollte also die Basis deines Konsums bilden. 

 

Die Modeikone und Designerin Vivienne Westwood fasste es einmal ganz einfach zusammen: „Buy Less, Choose Well and Make It Last“. Mit diesem Tipp im Hinterkopf, steht dem Wandel hin zu mehr Slow Fashion nichts mehr im Wege.

Wir bei myconics legen besonderen Wert auf die Verwendung natürlicher und recycelter Materialien sowie faire Arbeits- und Produktionsbedingungen. All unsere Produkte sind nachhaltig und können ein Teil deiner Slow Fashion Garderobe werden.


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